Kosmos
Irgendwann in den 1920er Jahren, zwischen Dada-Kabarett und Stummfilmkino, tauchte er auf: der Dadanaut. Statt Augen trägt er eine Betrachter-Maske. Alles, was er sieht, landet als Stereo-Bild auf einer kleinen Scheibe – und weil Erinnerungen ohne Klang verblassen, legt er Musik darunter.
Dadanaut eignet sich vortrefflich zum Entspannen, Träumen, Bahnfahren, Briefeschreiben oder Arbeiten – kurzum: für all die kleinen Fluchten aus dem Alltag, die wir uns viel zu selten gönnen. Wer Instrumentalmusik liebt, wird hier gewiss sein Glück finden. Denn Dadanaut spielt sie nicht nur, er lebt sie – und vielleicht schenkt er euch dabei ein paar wohlige Momente, die wie warme Decken um die Gedanken liegen.
Dadanauts Musik lädt ein zu einer Reise durch Klanglandschaften, in denen selbst die Fantasie Purzelbäume schlägt. Kopfhörer und Couch sind dabei die besten Reisebegleiter – und wer weiß, vielleicht begegnet ihr unterwegs sogar einem Teppichgeist, der freundlich grüßt.
Ich sammle keine Fotos. Ich sammle Augenblicke – mit Soundtrack.
Steckbrief
- Name
- Dadanaut
- Herkunft
- Die 1920er – irgendwo zwischen Cabaret Voltaire und Kinosaal
- Ausrüstung
- Betrachter-Maske, Ohr-Apparate mit Antenne, Leuchtstock, ein Mnemophon
- Fähigkeit
- Speichert Erinnerungen auf Bildscheiben und vertont sie
- Sammlung
- Über 20 Alben im Musikregal
- Spricht
- Selten. Er lässt lieber die Musik reden.
So entsteht ein Album
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1 · Maske auf
Der Dadanaut setzt die Maske auf. Die Welt wird zu einem Bild in Stereo.
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2 · Klick!
Ein Druck auf den Hebel, und der Augenblick sitzt in einem der vierzehn Fenster einer Scheibe.
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3 · Musik drunter
Das Mnemophon legt Klang unter die Bilder. Daraus wird ein Album – Kopfkino zum Mitnehmen.
Hinter der Maske
Hinter dem Dadanaut steckt ein Mensch mit Gitarren, Synthesizern und zu vielen Ideen.
Oft fängt das auf dem Sofa an. Abends. Nach der Arbeit, Vesper und anderen Dingen. Wenn es richtig gemütlich ist und meine Liebe schon eingeschlafen ist. Dann suche ich nach Klangteppichen, die mich faszinieren. Ich habe ein kleines Keyboard mit nur zwei Tonleitern. Aber das reicht. Da spiele ich dann Akkorde, die ich denke, dass sie genau die sind, die ich meine. Meistens stimmt das aber nicht. Später muss ich dann nachschauen, was ich da wirklich gespielt habe.
Der Beginn ist auf meinem Linux Laptop in Bitwig. Später, meistens morgens vor der Arbeit und während einiger Tassen Kaffee, mache ich dann in Bitwig auf meinem Mac weiter. Manchmal spiele ich dann auf einem größeren Keyboard neue Melodien oder Akkorde dazu. Es kommt aber auch vor, das ich schon eingespielte Noten zerstückele und per Maus neu arrangiere.
Je nachdem, was es für ein Album vom Stil her ist, kommt dann noch Gitarre hinzu. Das war aber in letzter Zeit eher seltener. Wobei ich hin und wieder auch ein Plugin verwende, welches Audio in Midi umwandeln kann. So kann ich mit der Gitarre auch Klavier spielen. Ich spiele z. B. besser Gitarre als Keyboard.